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Hundeführerschein

Joho und ich gehen regelmäßig zur Hundeschule.
Begonnen haben wir mit dem Welpenkurs. Dann sind wir immer weiter aufgestiegen bis zum Punkt des Hundeführerschein.
Am Anfang konnte ich mir nicht viel darunter vorstellen, also mitgemacht. Kann ja nicht schaden!

Jetzt hieß es fleißig üben, arbeiten und für die Theorie lernen. Ein schönes Fuß laufen in verschiedenen Schnelligkeiten, abrufen, spielen mit mir oder einem fremden, liegen bleiben, Verträglichkeit mit anderen Hunden, Umweltreize in der Stadt und für einen Golden zum Teil eine echte Herausforderung leckere Verlockungen liegen lassen auch wenn sie einem noch so schmackhaft vor die Nase gehalten werden!

Erst wurde die Theorie geprüft, hatte man hier bestanden ging es weiter mit der Praxis. Alles lief super und ich durfte am praktischen Teil teilnehmen.

Da ich zu Prüfungsangst neige und diese steigt wenn ich andere Prüfungen vorher sehe habe ich mich als Erste aufstellen lassen zur Einzelprüfung.
Die Prüferin hat mir mit ihrer lockeren und ruhigen Art viel an Nervosität genommen. So konnte ich viel entspannter starten und wir haben das soweit echt gut gemeistert!
Als Versuchung gab es leckeren getrockneten Pansen. Aus der Hand der Prüferin und am Boden liegend für den Hund und zum Teil auch für den Besitzer im ersten Moment nicht zu sehen.

Im städtischen Prüfungsteil ging es um Alltagstauglichkeit. Wie gut kenne ich meinen Hund, kann ich für meinen Hund stressige Situationen positiv meistern, lässt er sich aus einem Spiel mit anderen Hunden abrufen usw.

Dank des 03.10.2014 war viel los in der Stadt und die Prüferin konnte sich einiges einfallen lassen. Alle haben das aber gut gemeistert!
Nach 6 Stunden Prüfung ging es an die Abschlussgespräche.
Joho und ich haben die Stufe 2 in Theorie und Praxis bestanden und wir können stolz auf uns sein!

 

 

JohoBHV

Bildrechte liegen bei S. La Motte, http://cape-canis.de/

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Sommer, Sonne, Urlaubszeit

Auch ein Hund braucht mal Urlaub.

Familie eingepackt, ab nach Büsum und die Seele baumeln lassen. Meine Mutter hat uns begleitet, sie ist aus Bayern angereist. Meer, Meer, Meer und das jeden Tag. Mein Wasserscheuer Hund hat sich bis zum letzten Tag bitten lassen mit uns ins Wasser zu gehen. Das Ende, er wollte nicht mehr raus! Caya Jill sowieso nicht, sie hätte ein Fisch werden sollen oder eine Meerjungfrau.

Außer am Strand zu faulenzen haben wir eine Schifffahrt nach Helgoland inkl. Ausbooten gemacht. Joho war das alles nicht so ganz geheuer. Das Boot hat gewackelt und da sollte er drauf. Alle viere in Parkposition und stehen bleiben. Womit er nicht gerechnet hat waren die netten Männer auf dem Boot die ihn mal eben hochgehoben und aufs Boot gesetzt haben. Aussteigen geht natürlich viiiiel schneller, nur schnell runter von der „Nussschale“ hat er sich wohl gedacht. Nach ca. 3 Stunden Aufenthalt alles wieder rückwärts und mit dem Schiff zurück nach Büsum.

Dann gab es noch etwas „Deichkunde“ mit einer Schäfermeisterin der Schäferei Rolfs. Schon interessant wie man sich das „perfekte Deichschaf“ erst heranzüchten muss und was es alles zu beachten gibt. Mich hat die Arbeit des Hundes an den Schafen fasziniert. Kein bellen, beißen oder hetzen. Alles ruhig aber bestimmt.

Eine Woche vergeht eben viel zu schnell, aber erholt haben wir uns!

Jeder Hund braucht seinen großen Tag

Juni 2014, Zeit für Prüfungen!

Die Zeit des lernens neigte sich dem Ende und gerade bei den Besitzern eines Junghundes sah man oft genug Anspannung ob denn alles gut geht. Ich selbst war ein reines Nervenbündel das oft genug kurz vorm zerbrechen war. Einmal lief alles super, dann wieder überhaupt nicht. Wir haben uns privat getroffen um zu üben soweit es möglich war, Tipps wurden über E-Mail ausgetauscht und der Zusammenhalt der Truppe riss nicht ab! Danke an Euch!!!!!!

Mit ein paar Tränen, fest drücken und anfeuern haben es aber alle Teams geschafft, wir sind fertig und glücklich!

Zur Urkunden- und Ausweisvergabe haben wir uns zum Buffet essen getroffen, ein weinendes Auge war trotzdem dabei ist doch mit der Vergabe das Ende des Seminars gekommen, keine monatlichen Treffen mehr, kein gemeinsames lernen. Zum Glück leben wir in der moderne mit Telefon und Internet, so reißt der Kontakt nicht plötzlich ab und ein Treffen ist nicht ausgeschlossen!

Nochmal DANKE für die tollen Monate mit Euch!

 

Um keinen Roman schreiben zu müssen gibt es die Prüfungstage in Stichpunkten

 

Tag 1

Begleit- und Verkehrshundeprüfung, Eingangsprüfung

  • Grundstellung (Hund sitzt links neben mir), 20m gerade aus, wenden, zurück. Langsam, normal, schnell mit und ohne Leine
  • Parcour (Größe 1:2:1), langsam, normal, schnell, inkl. Grundstellung und Wendung, mit und ohne Leine
  • Hund wird im Platz abgelegt. Hundeführer geht außer Sicht für 1 Minute, kommt zurückt, verharrt 10 Sekunden, geht zum Hund, Übung endet mit der Grundstellung
  • Hund wird mit „Voraus“ ca 10m ins Gelände geschickt, zurück gerufen, Vorsitz beim Hundeführer, Grundstellung
  • Hund wird im Platz abgelegt, Hundeführer geht außer Sicht für 1 Minute, kommt zurück, ruft den Hund, Vorsitz, Grundstellung
  • Radfahrer kommt dem Team entgegen, Hund soll sich am Hundeführer orientieren
  • Ampel/Zebrastreifen (Hund hält mit dem Hundeführer an und rennt nicht einfach auf die Straße)
  • Alleine lassen in der Fußgängerzone (mit Aufsicht) für 3 Minuten
  • Geschäftsbesuch (Hund wird abgelegt für 30 Sekunden, Mensch schaut etwas an)
  • Restaurantbesuch
  • Ablenkung (Jogger, laute Geräusche, Rollstuhl)
  • Gesamterscheinung und Pflege

 

Tag 2

Fähigkeitsprüfung für Therapiehunde

  • Hund tragen
  • ungewöhnliche Bewegungsmuster
  • Bedrängen
  • Augenstarren
  • Liebkosung
  • Anrempeln
  • Schreien
  • Drücken
  • Fremdführung

 

Tag 3

Basisprüfung

  • Eine fremde Person akzeptieren
  • Sitz zum streicheln
  • Gesamterscheinung und Pflege
  • An loser Leine laufen
  • Personengruppe
  • „Sitz“, „Platz“, „Bleib“ auf Befehl
  • Spielen, stark loben oder Trick zeigen
  • Reaktion auf einen anderen Hund
  • Reaktion auf Ablenkung
  • Überwachte Vereinsamung

 

Tag 4

Schriftliche Prüfung, Behindertenbegleithundeprüfung

Bei der Behindertenbegleithundeprüfung zeigt das Team bevorzugt  Tätigkeiten die dem Behinderten zugute kommen.

Es müssen 3 unterschiedliche Tätigkeiten gezeigt werden (Bsp. tragen, apportieren, ausziehen, öffnen/schließen,…)

Ich habe mit Joho folgendes gezeigt:

  • Tasche tragen im Maul
  • Socken ausziehen
  • Schlüssel apportieren

 

 

Der Hund ist ein Begleiter, der uns daran erinnert, jeden Augenblick zu genießen

Augenblicke vergehen so schnell, genauso wie eine Ausbildung oder ein Urlaub. Besondere Augenblicke behält man im Herzen und erinnert sich gern an sie.

Im September 2013 begann das Seminar für Therapie- und Behindertenbegleithunde bei Therapiehunde Deutschland. Ich wusste nicht was uns als Team erwartet und so ging ich zum ersten Seminar mit gemischten Gefühlen. Es lief besser als gedacht! Wir waren eine bunt gemischte Truppe aus den verschiedensten Berufen und was noch viel wichtiger war jeder hatte einen anderen Grund warum er teilnahm. Die Vielfalt machte es perfekt!

Neben mir haben drei weitere Teilnehmer ihren Hund für ihre eigenen Bedürfnisse ausgebildet. Ein Hund wird im Kinderheim eingesetzt und ein weiterer in einer Physiotherapiepraxis. Wie man sieht ein weites buntes Feld das noch lange nicht ausgeschöpft ist.

Der Lehrplan. Viel Theorie und Praxis, man will ja schließlich etwas lernen. Rechtsgrundlagen, Tierschutzgesetz, Medizin, Geburt/Aufzucht, Zucht, Besuche in Einrichtungen (Altenheim,….), Erste Hilfe, Ansätze zum einüben einzelner Übungen (Apport, ausziehen, tragen,…) und vieles mehr. Ich war erst erschlagen von der Masse die mein Hund lernen sollte, was ich nicht bedacht hatte zu diesem Zeitpunkt, vieles konnte Joho schon im Ansatz da es zur Grundausbildung in der Hundeschule gehörte. Ausflüge gehörten natürlich auch dazu. Eine Massenveranstaltung in Wuppertal (Gottesdienst) mit Schwebebahnfahrt, Schifffahrt nach Helgoland, Zug fahren, Markttag in Heide, Restaurantbesuche. Nicht alles lief immer glatt aber mit Geduld und Hilfe von allen war dann doch ein Erfolg am Ende des Tages zu verbuchen.

Ab jetzt war ein Wochenende im Monat fest eingeplant und jeder freute sich auf die Truppe, gab es doch immer viel zu erzählen. Wir lernten, übten und steuerten auf die Prüfungen zu….

Es ist immer der Mensch der den Hund nicht versteht. Nie umgekehrt.

Die Suche nach einer geeigneten Hundeschule……

….war nicht so schwierig wie gedacht. Ich habe mit Joho „Schnupperstunden“ besucht und bei „La Motte – Profi Tier Training“ sind wir dann hängen geblieben. Jetzt hieß es 2x wöchentlich 60 Minuten ackern, mehr für mich als für Joho aber auch er war am Ende einer Stunde müde.

Und was haben wir alles gelernt?

Nicht jedes winseln, jaulen, bellen,… gleich beachten und den Hund „in Watte packen“. Für mich nicht immer einfach aber da musste ich durch. Joho war ja nun schon fast 12 Wochen alt und ich ein Anfänger mit „Handbuch“. Neben Sitz, Platz und Bleib in den ersten Wochen kamen später noch Komm mit, Steh und Erweiterungen zu den schon vorhanden Grundkommandos dazu. Bei Stephie wird mit Klicker gearbeitet, somit war ein Fortschritt sehr schnell zu erkennen und ich war schon stolz auf mich und Joho. Neben dem Welpen-/Junghundkurs haben wir diverse Workshops besucht.

Oktober 2013 – Impulskontrolle

November/Dezember 2013 – Trick Training  Teil1

Januar/Februar 2014 – Trick Training Teil2

Ausdrucksverhalten Teil 1+2

Joho ist jetzt 11 Monate alt, Hundeschule findet er immer noch toll und wir kommen so langsam beim lernen von der Leine los. Lenken/Stoppen/Korrigieren nur mit dem Körper funktioniert immer besser und mein Hund findet schnelle Wendungsmanöver suuuuper! Na ob das mal im Agility endet?! Ich lasse mich überraschen!

 

Blicke können unsere Seele streicheln

So ging es mir als ich Joho und seinen Geschwistern zum Ersten Mal begegnete.

Das war im August 2013, ein schöner Sommertag. Ich hatte die Qual der Wahl, Rüde oder Hündin, ruhig oder eher flippig, hell oder in dunkler Jacke. Nach langem anschauen, schmusen mit den Welpen und Mama Feria fiel die Entscheidung auf Joho. Ein eher ruhiger Rüde der aber ganz schön laut sein konnte wenn er wollte! Am 02.09.2013 hatte das warten ein Ende und wird durften Joho abholen. Bevor es ins neue Zuhause ging war noch ein Besuch beim Tierarzt dran. Joho wurde nochmal untersucht, der Chip überprüft, geimpft und dann ging es ab ins neue ungewohnte Auto.

Heulen, jaulen, spucken, Häufchen alles war mit dabei. Caya Jill hat zwischendurch mit Joho im Duett gejault so doof fand sie es dass er so laut war. Zuhause angekommen war erstmal schlafen angesagt. Wir brauchten 3 Tage um uns aneinander zu gewöhnen, dann ging alles schon etwas leichter. Nach 2 fast schlaflosen Wochen war Joho soweit stubenrein dass er nachts 6 Stunden aushielt. Die Zeiten wurden immer länger und mein schlaf mehr.

Mit Caya Jill hat sich Joho gut arrangiert. Was der eine nicht wusste konnte der andere, somit war es hier nie langweilig.

Die Suche nach einer guten Hundeschule blieb natürlich nicht aus. Mehr dazu im nächsten Beitrag.