Behindertenbegleithund

Der Behindertenbegleithund

 

Der eine kennt ihn, der andere schaut erstmal verwundert auf die Kenndecke und kann sich nicht vorstellen was der Hund alles macht bzw. für wen! Gerade dann wenn jemand der fit ist mit einem Behindertenbegleithund durch die Straße läuft gibt es oftmals Verwirrung. Durch ein kurzes oder auch mal längeres Gespräch ist schnell erklärt was die Aufgaben des Hundes sind und diese können sehr vielseitig sein.

 

Welche Aufgaben hat ein Behindertenbegleithund?

Das ist unterschiedlich, was der Betroffene eben braucht um seine Behinderung auszugleichen. Apportieren, Hilfe beim ausziehen diverser Kleidungsstücke, eine Tasche/Korb/Packtasche tragen (Einkauf, Besteck,…), Tür öffnen/schließen, Knöpfe drücken (Aufzug, Licht, Automatiktür,…), Besuch im Restaurant, uvm.

Am wichtigsten ist aber dass er ein guter Freund ist der einen nicht im Stich lässt egal ob man traurig ist, Angst hat oder einen Schicksalsschlag verarbeiten muss!

 

Rassen

Man sieht häufig Golden Retriever, Labrador Retriever oder Collies als Helfer. Ein größerer Pudel, Australian Shepherd oder eine bunte Mischung kann genauso ein guter Kamerad werden, der Spaß neben der Arbeit ist entscheidend. Spielen, toben mit anderen Hunden, Kopfarbeit, Agility, Obedience, Flyball,… es gibt eigentlich keine Grenzen solange beide daran Spaß haben. Beim Sport kann der/die Partner-/in oder größere Kinder mit einbezogen werden.

 

Ausbildung

Ob man zur Hundeschule geht bleibt jedem selbst überlassen, ich empfinde es als Bereicherung. Man tauscht sich aus, lernt gemeinsam, Tricks und Kniffe der anderen Teilnehmer kommen einem selbst zugute uvm.. Für die eigentliche Ausbildung sollte sich jeder selbst einfach mal im World Wide Web auf die Suche machen, ich möchte hier keinen „Verein“ oder „Verband“ besonders hervorheben.

Zum Schluß macht jedes Team (Mensch/Hund) eine Prüfung zu gegebener Zeit damit sichergestellt ist, dass der Hund alles kann was der Mensch zum Ausgleich seiner Behinderung braucht. Er benimmt sich in der Öffentlichkeit nicht wie ein Macho und der Mensch hat seinen Hund auch in schwierigen Situationen unter Kontrolle. Der Mensch kennt die Ängste seines Hundes und kann dann entsprechend reagieren. Der Behindertenbegleithund ist dem Blindenhund gleichgestellt, er hat somit Privilegien in der Gesellschaft die andere Hunde nicht haben (Besuch im Krankenhaus, Oper/Theater, Parlament/Ämter,….). Dies kann man auch im Gesetz nachlesen.

Ausdrucken und mitführen des Gesetzestextes hat sich bewährt da nicht jede Stelle den Text  kennt, so erspart man sich viel reden und Ärger.

 

Kosten

Ein Thema welches unangenehm aber trotzdem angesprochen werden sollte.

Anschaffung des Hundes, was soll es denn sein. Ein Welpe mit dem ich wachse, lerne und den ich selbst/mit Hilfe ausbilde oder einen schon fertig ausgebildeten Hund ? Diese Frage kann man sich nur selbst beantworten.

Die Preise für die Ausbildung zum Behindertenbegleithund sind nicht festgelegt, jeder kann also verlangen was er für richtig hält.

Neben den Kosten für den Hund selbst, Haftpflicht, Tierarzt, Futter, Leine/Halsband/Spielzeug, Steuer,… gibt es aber auch etwas erfreuliches zu berichten.

In einigen Bundesländern wird der Behindertenbegleithund nach der Prüfung unter Vorlage der Ergebnisse beim Rathaus des jeweiligen Ortes von der Hundesteuer befreit!

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